9. September 2008

Fliegt Friedbert?! Berliner CDU in Not

Die SPD kann ihren Parteivorsitzenden auf die Straße setzen und ganz Deutschland schaut zu. Ganz Deutschland? In der Regel geht es an vielen Leuten unbemerkt vorbei, doch so viele Medienrummel wie in dieser Angelegenheit getrieben wurde, haben zumindest einige Bundesbürger davon Wind bekommen. Anders könnte dies mit dem Zwist in der Berliner CDU ausschauen.

Nicht vom gleichen Kaliber, trotzdem bereitet er den Konservativen Kopfschmerzen. Die Berliner CDU ist verstritten – die SPD wird’s freuen. Friedbert Pflüger, derjenige, der die Absetzung von Anne Will forderte, weil sie Falschinformationen herausgab – er ist immer schon als besonders engagierter Zeitgenosse aufgetreten und nun gibt er seiner Partei Saures. Er kündigte, ohne vorherige Absprache seine Kandidatur zum Parteivorsitz an und prellte damit einige Leute, vor allem den derzeitigen Parteivorsitzenden der Berliner CDU.

Es gab hernach eine Sitzung in der alles vom Tisch schien. Pflüger willigte einem Kompromiss ein, nur um am darauf folgenden Tag zu verlautbaren, er stände für “faule” Kompromisse nicht zur Verfügung. Zum Jahreswechsel hätte man Pflüger den Vorsitz schenken wollen, doch seine Vorgehensweise hat dazu geführt, dass jetzt alles anders wird (vgl. Netzeitung).

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