Veröffentlicht am 19. November 2008 von Alexander Trust
Ja, so ist es. Ich hab das Jammern satt. Ich bekenne mich schuldig, ich bin Bayern-Fan, ich mag aber auch die Domstädter. Und ganz besonders lustig finde ich das Brot, Lu-Lu-Lukas Podolski. Zumindest das, was ich in der Außenwahrnehmung von ihm erlebe. Man sieht den adulten Milchbubi in Interviews, liest von ihm, hört ihn sprechen. Letzteres sorgt automatisch für ein wenig Erheiterung. Noch dazu hat er im Boxring mit Felix Sturm jemanden gefunden, der genauso “brotig” sprechen kann, wie er.
Lukas ist wer. Oder doch nicht? Lokomotivführer wollte er nie werden und fürs Fußball hat der Sachverstand gereicht. Ich weiß nicht, was aus Lukas mal wird, wenn er kein Fußball mehr spielen kann. Manager? Eher nicht. Sportdirektor? Eher nicht. Trainer? Tja, mit Glück und Vitamin B. Doch letzteres muss er sich erarbeiten. Da rumzusitzen wie eine Mimose bringt diesen potenziellen Fußballgott nicht weiter. Natürlich kann Poldi Tore schießen, doch das bringt alles nichts, wenn er nicht bereit ist, dafür auch Wege zu gehen, die andere nicht gehen.
Lukas muss “mehr” machen als andere, und das schmeckt ihm nicht. Das schmeckt aber uns nicht, die wir die Possenspiele um ihn herum erleben und uns zunehmend fragen: Warum?! Warum kann ein Lukas nicht auch bei den Amateuren mitspielen wollen, wenn er unbedingt zeigen will, dass er für die erste Mannschaft gemacht ist? Warum kann ein Lukas nicht auch mal Wasserträger sein? Ob das Brot sonst zu weich wird? Dann doch lieber den harten Kerl oder den dicken Max markieren. Jessas, ne. Heute Abend ist die B-Elf der drei Löwen bei Freunden zu Gast. Und Lukas? Darf vorerst nur zugucken. Ich frag mich, warum Lukas nicht Taten sprechen lässt? Stattdessen versucht sich der Un-Rhetoriker in der Wortfindung. Hoffentlich hat das irgendwann ein Ende. Ich glaube, das musste mal gesagt werden.
DFB, Fußball, Lukas Podolski, Nationalmannschaft
Und wie ist deine Meinung?