Billige Logos Marke 2.0
Auf thegraphicmac.com (engl.) lässt sich der Autor und Designer darüber aus, dass Wettbewerbe zum Logodesign eine moderne Form der Ausbeutung seien. Er findet die Arbeit, die dafür aufgewendet wird entspräche nicht dem Lohn, der dabei herum kommt. Professionelle Designer sollten sich nicht für Peanuts die Hände schmutzig machen. – Ich frage mich, ob der Schreiber weiß, dass sich tagtäglich, überall auf der Welt Personal der Müllabfuhr für wenig Geld die Hände schmutzig machen muss.
Damit noch nicht genug, kritisiert er einen neuen Dienst, bei dem Web 2.0 Logos für Lau angeboten werden. Die dort erstellten Logos seien in der Auflösung nicht für den Druck, wohl aber für die Anzeige auf Bildschirmen gedacht. Gut für denjenigen, der keine Visitenkarten, Briefköpfe oder ähnliche Dinge drucken möchte. Gut vielleicht auch für die Betreiber der Seite, die im Prinzip nichts anderes tun, als eine Art von Skizze abliefern. Denn prinzipiell ist es niemandem untersagt, bei Gefallen auch höher auflösende Dateien in Auftrag zu geben.
Doch für den Autor bei thegraphicmac.com scheint diese Option undenkbar. Er ist der Meinung, dass die Betreiber von LogoInstant eine moderne Form von Prostitution unternehmen. Sie prostituieren das Designgewerbe. Abgesehen davon, dass die Betreiber über Paypal eine Möglichkeit anbieten, sie finanziell zu unterstützen, glaube ich nicht, dass sie eine Gefahr für gestandene Grafiker und Designer abgeben. Es ist doch eher wie überall. Die Billigarbeit von Irgendwoher wird langfristig Qualität vermissen lassen, bzw. eben nicht allen Ansprüchen gerecht werden können. Gerade im Bereich Internet, in dem die Uhren so schnell drehen, wird man nicht erst warten müssen bis Ziegelsteine löchrig werden und ein Haus in Schutt uns Asche fällt oder Bahngleise zur Unfallgefahr, weil billig manchmal eben auch schlampig sein kann. Umgekehrt ist teuer halt kein Garant für Qualität und/oder Sicherheit.
Wer auf der Suche nach einem Logo für sein Webprojekt ist, könnte LogoInstant ja mal ausprobieren. Es kostet ja nichts. Bei Nichtgefallen besteht zudem kein Abnahmezwang. Dies Verfahren gibt es auf Designforen und -Marktplätzen wie Deviantart bspw. tagtäglich. Nur da gibt es niemanden, der sich drüber erpicht.
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Tags Design, Grafik, Logo, Mac, Wettbewerb
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · Keine Kommentare
