20. February 2009

Sevenload macht 2 neue Baustellen auf

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Im HD-Wunderland

Im Februar machte ich mir bereits Gedanken über die Möglichkeiten der Monetarisierung bei Sevenload. Werbung alleine, vor allem wenn sie von direkten oder indirekten Venture Capital-Gebern gekauft wird, ist keine Einnahmequelle mit Bodensatz. Nun hat sich in der Zwischenzeit wieder etwas getan bei dem Kölner Medienunternehmen. Nachdem HD-Videos bereits vor einiger Zeit eingeführt worden waren, verkündete man gestern nun das Anheben des potenziell möglichen Uploadvolumens auf nunmehr 1,5 Gigabyte pro hochgeladener Videodatei.

“Die Technik hat sich in den vergangenen Monaten stark weiterentwickelt. Unzählige Endgeräte zur Aufnahme in HD-Qualität überschwemmen jetzt die Verbraucher. Wir bieten unseren Nutzern für ihre Aufnahmen mehr Speicherkapazität, um ihre selbst produzierten Videos im Netz perfekt zu zeigen”, erklärt Ibrahim Evsan, Gründer und CTO von sevenload. “Das neue Uploadvolumen von sevenload mit bis zu 1,5 Gigabytes legt die Messlatte für Videoportale im Netz deutlich höher. Insbesondere professionelle Produktionsunternehmen kommen in den Genuss unserer modernen Technologie, wie sie bei anderen Marktanbietern in dieser Qualität nicht eingesetzt wird.”

So heißt es in der zugehörigen Pressemitteilung. Und mit Sicherheit wird hier dem Anwender eine ziemlich gute Infrastruktur geboten, doch die kostet Geld. Persönlich bin ich froh, Videomaterial bei Sevenload zu hosten. Als einer der Köpfe von GamePorts, das ja bislang nur ein Hobbyprojekt ist, könnten wir uns den ganzen Traffic für entsprechende Trailer, die wir mittlerweile sukzessive bei Sevenload hochladen, gar nicht leisten. Es ist fraglich, ob Sevenload diese Kosten zeitnah wird wieder reinholen können, die man für den Ausbau der Kapazitäten und der Infrastruktur ausgegeben hat, um seinen Anwendern HD-Videos anbieten zu können.

itravel: neuer Kunde? Alte Gesichter.

Außerdem hat Sevenload einen weiteren Kunden hinzu gewonnen, der in einem Branded Channel seine Inhalte publizieren kann. Es handelt sich hierbei um den Reiseveranstalter itravel.de. Was eigentlich eine tolle Nachricht sein könnte, weil nämlich solche Branded Channels durchaus eine Einnahmequelle für Sevenload bedeuten, die sich jenseits herkömmlicher Werbung abspielt – ein Bluff? Werden die Nutzer geblendet? Warum? Nun… die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die sich für itravel verantwortlich zeichnet hat ihren Sitz an derselben Hausnummer wie die Sevenload GmbH. Ein Grund dafür ist, dass Mitgesellschafter von Sevenload, Axel Schmiegelow, gleichzeitig der Geschäftsführer der itravel Individual Travel GmbH ist.

Wäre Sevenload eine Aktiengesellschaft, würden solche Pressemitteilungen zumindest Laien, die sich nicht informieren wollen oder können, dazu verleiten, zu glauben, dass man dort ein gutes Geschäft getätigt hat. In Wahrheit fließt aber “wohl” nur Geld auf dem Papier, man müsste vielleicht nicht mal von getrennten Kassen sprechen.

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Ein Kommentar

  1. Pingback von Massenandrang für Highlight-Themen | Sajonara.de - Internetmagazin
    February 27, 2009 · 6:14 pm

    [...] mit Ironie zu interpretieren. Vor kurzem schrieb ich darüber, dass ein Mitgesellschafter von Sevenload mit einer Reiseagentur als neuer Kunde von Sevenload via Pressemitteilung bekannt gegeben wurde. Da [...]

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