Warum ich das Warten Leid bin…
Gebrauchte Bücher und hin und wieder vielleicht Tonträger oder DVDs, die ich nicht mehr benötige, verkaufe ich privat über Booklooker.1 Das klappt in vielen Fällen reibungslos, aber manchmal eben auch nicht. Zuletzt hat dies am 17. März nicht funktioniert. Das war der Tag, an dem Patricia O-J drei Bücher bei mir bestellte. Insgesamt hätte die gute Frau inklusive Versandkosten 5 Euro zu berappen gehabt. Ich schrieb ihr, teilte ihr meine Bankverbindung mit.
Ich kontrolliere regelmäßig meinen Kontostand, doch bis heute ist kein Zahlungseingang von O-J zu verzeichnen gewesen. Früher hätte ich den Leuten erneut eine Email geschickt, sie darauf hingewiesen, sie mögen bitte das Ganze nochmal kontrollieren. Heute hingegen habe ich zum ersten Mal – nicht ohne ein wenig Schadenfreude – die Bestellung storniert, eine negative Bewertung verpasst und eine freundliche Mail an Frau O-J geschickt, sie möge in Zukunft vor dem Kauf überlegen, ob sie vorhat Leute warten zu lassen.
Mir ist es nämlich auch schonmal passiert, dass Käufer (z. B. bei Ebay) in Urlaub gefahren waren, oder umgezogen und der neue Internetanschluss nicht sofort in der Wohnung verfügbar gewesen sei. Letzteres war keine höhere Gewalt, sondern abzusehen, wie ich aus dem späteren Mailverkehr entnehmen konnte. Letztlich kann es mir egal sein, warum Leute ihren Teil eines Kaufvertrages nicht erfüllen. Es nervt gewaltig. Die Zahlungsmoral mancher Menschen sollte ihnen vielleicht auf der Gehaltsabrechnung in barer Münze heimgezahlt werden, dann würden solche Dinge sich schnellstens verflüchtigen. Wenn ich nicht vorhabe, zeitnah zu überweisen, oder gar in Urlaub fahre und den Verkäufer wissentlich warten lasse, dann ist das total daneben.
In Zukunft werde ich übrigens genauso verfahren wie bei Frau O-J. Und ich glaube sogar, dass es sich gutmachte, wenn ich anfinge, die Leute beim vollen Namen zu nennen. Ich dürfte es jedenfalls, weil ich ja nicht die Unwahrheit verbreite. Wenn dann jemand ankommt und meint, ich würde ihm oder ihr an den Karren pinkeln. Recht hat er, aber das hätte man sich früher überlegen können. Und der jetzige Fall zeigt uns mal wieder, dass die Bayern auch nicht die besseren Menschen sind.
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Kategorie Glocal, Media · Autor Alexander Trust · Keine Kommentare
