Booklooker nicht des Verkäufers Freund
Ich hatte vor einer Weile ja berichtet, dass ich “das Warten satt” hatte und eine Bestellung, die eine Frau X über Booklooker bei mir getätigt hatte stornierte und ihr ebenfalls eine negative Bewertung zuteil werden ließ. So weit, so gut. Die Bücher konnte ich bei Booklooker noch am selben Tag wieder einstellen.
Da ein Portal wie dieses auf die Identität der Käufer und Verkäufer sehr viel wert legen muss, gibt es natürlich ein Bewertungssystem. Leider ist das bei Booklooker aber alles andere als ausgewogen. Denn Fräulein X fand offenbar meine Reaktion nicht in Ordnung und bewertete mich ebenfalls negativ. – Ich schrieb den Support an, erklärte mich und die Situation und bat um Löschung der negativen Bewertung. Immerhin habe ich regelmäßig meine Kontostände gecheckt. Mehr als auf das Geld oder irgendwelche Email von X warten kann ich schlecht tun.
Die Antwort von Booklooker empfinde ich persönlich als sehr unzureichend. Man bot mir an, beide Bewertungen zu löschen. Was habe ich davon, wenn Fräulein X dann am Ende erneut mit weißer Weste dasteht? Die Begründung des Supports war die folgende: Sie hat ansonsten bislang nur positive Bewertungen gehabt. Das Problem ist doch. Wenn eine negative Bewertung für X wie in meinem Falle gelöscht würde, könnte dann der Servicemitarbeiter-Kollege “linke Hand” am nächsten Tag schon nicht mehr wissen, dass seine Kollegin “rechte Hand” bereits einmal eine negative Bewertung von X nachträglich gelöscht hat. Der würde dann in einem neuen Fall wieder so reagieren.
Ich muss sagen, dass mir in diesem Fall die eBay-Regularien besser zusagen. Denn dort kann ich als Verkäufer nicht ohne weiteres “schlecht gemacht” werden. Das war vor langer Zeit auch dort noch anders. Damals habe ich eine Konsole versteigert, aber nie das Geld erhalten. Der Käufer wunderte sich, warum die Ware nicht bei ihm ankommen würde. Mit meiner Forderung erst Geld, dann Ware wollte er sich offenbar nicht abfinden und schrieb eine schlechte Bewertung.
Den Support von Booklooker ließ ich übrigens vorhin per Email wissen, dass ich dann wohl in den sauren Apfel beißen muss, damit der Hinweis auf ein negativ abgewickeltes Geschäft sich nachwievor für andere in der Akte von X finden lässt. Komische Verhältnisse, irgendwie. Dass jemand, der alles richtig gemacht hat auch noch dafür bestraft werden soll?!
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