24. April 2009

RWTH: Auch Hausmeister schließen Türen

{4}

Vor kurzem hatte ich ein paar Worte darüber verloren, dass die Rektorenkonferenz in Aachen Studierende aus den Gebäuden vertrieb: Stichwort geschlossene Gesellschaft.

Nun gibt es an der RWTH, auch oder gerade im Zuge der Exzellenzinitiative die Bestrebungen “mehr” Lernräume für Studierende anzubieten und diese auch “länger” zu öffnen als es bisher der Fall gewesen ist. Einer dieser Lernräume findet sich im bzw. Unterhalb des Audimax, dort wo mittlerweile auch eine Cafeteria eingezogen ist und sich Studenten in einem großen Lernraum bis 21:30 Uhr versammeln können. Auch freitags. So steht es an der Tür zum Lernraum angeschlagen.

Dass allerdings nicht immer drin ist, was draufsteht – diese Erfahrung hat bestimmt jeder von uns schon gemacht. Ein übereifriger Hausmeister, der vielleicht gerne früher Feierabend gemacht haben wollte hat nun heute eine Gruppe von Studierenden gegen 18 Uhr aus eben jenem Lernraum “geschmissen”. Ich schreib in Anführungszeichen, weil der Mann die Studenten nur verbal angehalten hat, den Raum zu verlassen. Sein Argument war folgendes: Es würde sich nicht lohnen, nur für diese Gruppe das Licht brennen zu lassen. Dass in dem Raum nur eine von unheimlich vielen Lampen glühte, schien dem Mann nicht aufgefallen zu sein. Dass er damit aber wider die Vorgaben handelte – wie finden Sie das eigentlich Herr Schmachtenberg (Rektor der RWTH, d. Red.)?

Bevor wieder vorlaute Trolle sich zu Wort melden. Nein, ich war nicht einer von denen, die dort lernen wollten, sondern habe mir Dinge vorhin von einer Betroffenen schildern lassen und konnte es mir natürlich nicht nehmen, darüber zu bloggen.

Hinzufügen zu del.icio.us, Mr. Wong, LinkARENA, SEOigg
Tags , , , ,
Kategorie Glocal · Autor · 4 Kommentare


4 Kommentare

  1. Kommentar von walter
    April 24, 2009 · 10:17 pm

    deine leser sind also trolle, so so. ;-)
    ne im ernst, das wiederum finde auch ich nicht ok. hat sich wer den namen notiert und gibt das weiter? ob das überhaupt was bringt bzw. bringen würde!?

  2. Kommentar von Alexander Trust
    April 24, 2009 · 10:24 pm

    Nicht alle, nur manche. Nebenbei bemerkt… am selben Tag, wo die die Rektorenkonferenz am Nachmittag hatten… und die Studenten ausgesperrt haben… waren Vormittags am/im selben Gebäude Fototermine… und da haben sie eine Kommilitonin von mir weggescheucht, die ebenfalls zum ZPA wollte. Weil Studenten machen sich ja nicht so gut auf dem Bild, wenn man ein Hochschulgebäude fotografieren will.

    Vielleicht kann man ja durch solche und andere Blogs was erreichen. Aber es gibt nicht viele, die das Potenzial von Blogs erkennen, oder überhaupt, Dinge ins Internet zu stellen. Als ich hier über Erotikspam gebloggt habe, wurde ich von den Drahtziehern sofort mit ner Abmahnung gegängelt, ich sollte gefälligst den Namen der Firma da wegnehmen… die RWTH scheint wenig auf ihre Außenwirkung bedacht. Aber gut, damals hatte das Blog noch PR4 und nicht wie jetzt nur PR2.

    Ich bin froh über alle Leser und vor allem über streitbare, die nicht einknicken sondern ihre Meinung sagen.

  3. Kommentar von walter
    April 24, 2009 · 10:34 pm

    ich kenne die Rwth jetzt nicht sooooo gut
    bin aber mit dir einer meinung, dass die öffentlichwirksame darstellung durch das internet verkannt und zu wenig genutzt und auch beobachtet wird. wie einfach ist es heutzutage blogs oder twitterbeiträge nach schlagworten zu durchsuchen. automatisiert. also wenn ich ne kneipe oder bar hätte oder inner uni was zu sagen hätte (um ein beispiel zu nennen) ich würde die meinungen aus blogs, foren & twitter monitoren, auswerten und versuchen umzusetzen. klar kann nicht bei jeder einzelnen meinung berge versetzten, aber dennoch ist dieses einfangen von stimmungen doch sehr wertvoll.

  4. Kommentar von Alexander Trust
    April 24, 2009 · 10:40 pm

    Ich polemisier halt auch gerne. Natürlich sind viele Dinge nicht so heiß gekocht, wie ich sie in Worte fasse. Aber manches ärgert einen und vor allem durchs Polemisieren erzeugt man Aufmerksamkeit. Ich hatte es schon oft, dass ich hinterher mit Leuten, die zuerst sich auf den Schlips getreten fühlten am Ende sehr gut auskam. Manchmal kommt man nicht umhin, die Leute wachzurütteln. Man könnte jeden Tag sagen: Tu das nicht. Nein, lass das. Und es geschieht trotzdem immer wieder. Erst wenn man die richtige Saite anschlägt trifft man mal nicht auf taube Ohren. Ist leider so. Mir wär’s anders auch lieber.

Schreibe einen Kommentar


Top