Berliner Antiquar K. beleidigt Leute
Es kommt immer mal wieder vor, dass die Post Briefe und Sendungen verschlampt. Da man vor allem kleinere Sendungen selten als Päckchen oder gar Paket aufgibt, hat man am Ende keinen Beleg darüber. Wenn man dann mit Leuten im Internet Geschäfte macht, ist man auf den guten Willen des Gegenübers angewiesen.
Im Oktober hatten wir hier viel Pech. Unser Elektroherd ging kaputt, kurze Zeit darauf war der Abfluss verstopft und musste der Sanitärdienst kommen. Ende Oktober dann fielen Telefon und Internet aus. Doch vorher schon wegen der Unannehmlichkeiten daheim verzögerte sich eine Buchlieferung an das Antiquariat K. aus Berlin.
Heute dann schreibt K. mich an:
Hallo Herr Trust,
das Büchlein ist bis heute nicht eingetroffen. Was soll ich davon halten ?
Gruss
K.
Ich antworte, dass ich ihm anbiete das Geld zurück zu überweisen und in der Zukunft dann davon absehen muss, mit ihm Geschäfte zu machen. Das ist eine Maßnahme, die dient dem Selbstschutz, denn egal ob jetzt die Post oder wer anders dafür verantwortlich ist, dass das Buch bis heute noch nicht beim Empfänger angekommen ist, ist die Gefahr bei einem erneuten Geschäft umso größer, dass der bereits entstandene Schaden, auch an Glaubwürdigkeit, sich nur verfielfacht.
K. geht nicht auf mein Angebot ein, schreibt stattdessen:
Vergessen Sies. Der Verzicht auf weitere Geschäfte wird aber eher von mir ausgehen .
Bye von K.
Die Lieferung des neuen Elektroherds habe ich seinerzeit auch über Twitter dokumentiert, aber natürlich gibt es auch einen Lieferschein der Firma Quelle und zudem gibt es einen Reparaturbeleg der Firma Flachskampf aus Aachen, die dokumentiert, dass das, was ich gesagt habe, nicht erfunden oder erdacht war. Entsprechend möchte ich das nicht auf mir sitzen lassen, wende mich erneut an K., weise Ihn höflich darauf hin, dass ich das Buch nicht mehr habe, weil es bereits aufgegeben ist, und mehr als ihm das Geld zurück zu überweisen ich nicht tun könnte. Gleichzeitig weise ich Ihn darauf hin, dass ich seinen Unmut zwar verstehen könnte, nicht aber, warum er in mir den Schuldigen sucht (für 25 Cent – Preis für das Buch, das K. über Booklooker ersteigert hat). Und natürlich weise ich K. darauf hin, dass ich es anmaßend von ihm finde, mich so hinzustellen.
K. reagiert in einer weiteren Mail belustigt und beleidigend:
Was haben wir schon über Backofen und Abfluss gelacht. Das war das Geld fast bereits wert !!
Darin also sein Hinweis, dass er mir nicht glaubt, dass die anfängliche Verzögerung mit Backofen und Abfluss zu rechtfertigen sei. Ich schreibe K. nochmals, schicke ihm den Lieferbescheid in Kopie – was ich nicht tun müsste, aber mein Gerechtigkeitssinn von mir verlangt. Ich weise K. auch darauf hin, dass er mich beleidigt hat und ich das, falls er sich nicht entschuldigt, bei Booklooker melden werde. Ganz davon zu schweigen, dass man so einen Antiquar aus Berlin auch anzeigen könnte wegen solcher anmaßenden und beleidigenden Töne. Sich in der Form über andere lustig zu machen steht ihm nicht zu, nicht für 25 Cent und auch nicht für 2.500 Euro.
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Tags antiquariat, beleidigung, Berlin, Booklooker, k
Kategorie Glocal, Media · Autor Alexander Trust · Keine Kommentare
