Ehemalige Heimkinder planen Demo: “Zeit des Stillhaltens vorbei”
{7}von Heinz-Peter Tjaden
15. April: Der vom Bundestag eingesetzte Runde Tisch trifft sich zur siebten Sitzung, 21 Vertreter der Bundesländer, Kirchen, Sozialeinrichtungen und ehemalige Heimkinder beschäftigen sich erneut mit der Heimerziehung in den 50er, 60er und 70er Jahren. Den Vorsitz führt Antje Vollmer, Politikerin der Grünen und von 1994 bis 2005 Bundestagsvizepräsidentin. Ende 2009 hat die 66-Jährige Zwischenbilanz gezogen. Sie lobte das „Wir-Gefühl“ am Runden Tisch, alle seien „wie auf Zehenspitzen“ in die Gespräche gegangen.
Das änderte sich vorübergehend, als der Verein ehemaliger Heimkinder im Frühjahr vorigen Jahres seine Führung komplett auswechselte, Anwälte forderten einen Entschädigungsfonds in Höhe von 25 Milliarden Euro. Antje Vollmer aber ließ die neuen Vertreter der Heimkinder nicht zu. Auch die Anwälte durften am Runden Tisch nicht Platz nehmen.
„Die Zeit des Stillhaltens ist vorbei“, heißt es jetzt in einer Demo-Ankündigung, die vom Verein ehemaliger Heimkinder unterstützt wird. Deshalb werde man am 15. April auf die Berliner Straßen gehen: „Wir lassen uns nicht länger veralbern.“ Gefordert werden sollen bei dieser Demonstration Entschuldigungen, Entschädigungen, Schmerzensgeld, auch die Kosten für medizinische und psychologische Behandlungen sollen übernommen werden.
Der evangelischen und der katholischen Kirche, staatlichen Trägern von Kinderheimen und den Aufsichtsbehörden werden in dieser Pressemitteilung schwere Vorwürfe gemacht: „Wir klagen an, weil wir geschlagen wurden, weil wir zwangsgefüttert wurden, weil wir sexuell missbraucht wurden, weil wir gefoltert wurden.“ Heimkinder seien in den 50er, 60er und 70er Jahren in dunklen Kellern eingesperrt worden.
Forscher der Ruhr-Universität schätzen die Zahl der Betroffenen auf 500 000. Nicht alle ziehen am gleichen Strang. Viele ehemalige Heimkinder wollen mit ihrer Vergangenheit nicht mehr konfrontiert werden, sie sagen: „Was man uns angetan hat, kann niemand wieder gut machen.“ Andere meinen, dass der Runde Tisch zu langsam arbeite.
Dagegen wehrt sich Antje Vollmer Sorgfalt gehe vor Schnelligkeit. Ein Jahr dauert inzwischen die Aufarbeitung, immer mehr tritt zutage. Heimkinder, die über Misshandlungen, Missbrauch und Demütigungen auch noch in den 80er Jahren berichten, kommen gar nicht zu Wort. Das gehöre nicht zum Auftrag des Runden Tisches, sagt Antje Vollmer, außerdem habe man schon jetzt die Grenze der Belastbarkeit erreicht.
Hinzufügen zu Technorati, del.icio.us, Mr. Wong, LinkARENA, SEOigg
Tags Antje Vollmer, Berlin, Demonstration, Entschädigungen, Heimkinder, Kirchen, Missbrauch, Misshandlungen, Ruhr-Universität, Runder Tisch, Schläge
Kategorie Glocal, Media, Politics, Science · Autor Heinz-Peter Tjaden · 7 Kommentare

January 10, 2010 · 8:46 am
Es ist zwar spät für diese Demo, aber nicht zu spät. Rechtzeitig sind Ehemalige Heimkinder aufgewacht und haben erkannt, das der VEH nicht so ganz unrecht hatte mit der hinhaltetaktik des Runden Tisches. Was muss denn aufgearbeitet werden? Schon 1969 nach der veröffentlichung der Greultaten in Heimen des Heimkindes Brosch hat Professor Denninger ein Gutachten erstellt indem die Heimzustände und die Menschenrechtsverletzungen angeprangert wurden. Den Studenten in Frankfurt und Berlin haben es die damaligen Heimkinder zu verdanken, das man heute das System verändert hat.
Insbesondere muss man hier die APO hervorheben.
Jetzt folgt Gutachten auf Gutachten und man möchte am liebsten noch 10 Jahre lang das so fortführen, dann werden wohl die meisten ehemaligen Heimkinder weg sein.
Und deshalb sind Demos angebracht ja sogar überfällig. Das “Wir Gemeinsam” sollte sich allen Ehemaligen Heimkindern jetzt einprägen und sie leiten auf dem weg zum Erfolg.
January 29, 2010 · 6:40 pm
Inner Freedom
the breath I took, the first in life was given to me free
but place of birth and Fatherland determined destiny.
My cradle, carved from german wood, the strongest of all trees,
demanded faith and true believes in nationality.
As little girl I had to learn the facts that make us strong,
perfection, strength and power I had to take along.
A certain age then brought a doubt, it questioned my believes
an unknown need for freedom had come for my relief.
I searched for love, but did not know to reach for, get it free
without to bargain with my strength and capibility.
I searched and searched a long, long time, and finally I prayed
that I might gain the wisdom, to overcome all hate.
A hate I felt inside of me, resulting from doctrins
I had obeyed in all those years with pride and lack of means.
My prayers have been answered – and freedom I do see,
the love I once so yearned for, is now inside of me.
Sometimes I do remember those years and have to sigh -
remembering the strongest rule:
A Nazi’s child has not to cry.
by Heike Freiwald
im Alter von 16 Jahren: Erziehungsheim ” Waldheimat ” 1959 – 1963
1978 ausgewandert mit 2 Kindern nach USA.
2009 Rückkehr nach Deutschland
February 2, 2010 · 2:56 am
„Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“, seine Anwälte und Unterstützer nehmen Stellung zum „Zwischenbericht“ des »RUNDER TISCH HEIMERZIEHUNG« ( 30.01.2010 )
»»» Scharfe Kritik am Runden Tisch Heimerziehung
Ehemalige Heimkinder fühlen sich von Staat und Kirchen verschaukelt.
Berlin. Der Verein der ehemaligen Heimkinder [ d.h. der „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“ ]< ( VeH ) hat den Zwischenbericht, den der vom Deutschen Bundestag eingerichtete „Runde Tisch Heimerziehung“ am 22. Januar [ 2010 ] vorlegte, mit scharfen Worten kritisiert. Die Vorsitzende des Vereins, Monika Tschapek-Güntner, sagte, sie fühle sich durch die gezielte Hinhaltetaktik von Staat und Kirchen verschaukelt. Über das Entschädigungsmodell müsse endlich öffentlich debattiert werden.
Außerdem forderte Tschapek-Güntner, dass auch Vertreter der Industrie, die über Jahrzehnte von der erzwungenen Arbeit der Heimkinder profitiert hat, am Runden Tisch mitwirken und sich später am Entschädigungsfonds beteiligen sollten.
Unterstützer der Heimkinder wie der Hamburger Rechtsanwalt Gerrit Wilmans und der Trierer Philosoph Michael Schmidt-Salomon von der Giordano-Bruno-Stiftung sprachen im Hinblick auf den Zwischenbericht sogar von „zynischen Propagandalügen“ sowie einer „schädlichen Kumpanei von Staat und Kirche“. Sie kritisierten vor allem, dass der Runde Tisch es peinlich vermieden hatte, die Begriffe „Zwangsarbeit“ und „Menschenrechtsverletzung“ zu verwenden, obgleich dies die einzig adäquaten Worte seien, mit denen man das Unrecht fassen könne, das den ehemaligen Heimkindern widerfahren ist.
Als besonders problematisch stufte Tschapek-Güntner jene Passage im Zwischenbericht ein, in der es heißt, die Entschädigung für Heimkinder müsse „in einem angemessenen Verhältnis zu den Leistungen, die andere Opfergruppen in der deutschen Geschichte erhalten haben, stehen.“ Die VeH Vorsitzende sagte dazu: „Wenn in der Vergangenheit Opfergruppen nicht angemessen entschädigt wurden, so darf dies doch nicht als Legitimation dafür gelten, dass nun auch die Heimkinder nicht angemessen entschädigt werden sollen! Durch die Berufung auf einen alten Skandal verhindert man keinen neuen! Glücklicherweise gibt es für die Entschädigung von Heimkindern internationale Vergleichsmöglichkeiten, nämlich die Zahlungen, die in Irland und Kanada geleistet wurden. Wenn Deutschland, wie von den Kirchen- und Staatsvertretern offensichtlich angestrebt, weit unter den dortigen Richtlinien bleiben sollte, so wäre dies eine internationale Blamage für unser Land!“
Weiterhin hob Tschapek-Güntner hervor, dass die ehemaligen Heimkinder keineswegs vorrangig den Staat für die Einrichtung des Entschädigungsfonds zur Kasse bitten wollen. „Zwar hat die öffentliche Hand bei der Heimaufsicht kläglich versagt, aber hauptverantwortlich sind und bleiben für uns die Erstverschulder des Leids, nämlich die überwiegend kirchlichen Heimträger sowie die Industrie, die von der unbezahlten Heimkinderarbeit profitierte. Zu diesen industriellen Profiteuren zählen bekanntlich einige der größten deutschen Firmen! Dennoch sitzt bislang kein einziger Vertreter der Industrie am Runden Tisch! Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Mehrheit der Vertreter am Runden Tisch unsere Forderung nach einer angemessenen Entschädigung nicht ernst nimmt!“
Rechtsanwalt Gerrit Wilmans, der die Interessen der Heimkinder vertritt, kritisierte am Zwischenbericht, dass er das systematische Unrecht, das den Heimkindern widerfuhr, nicht als „Menschenrechtsverletzung“ werte: „Der Grund für diese Sprachregelung ist offensichtlich: Würde man von Menschenrechtsverletzungen sprechen, so könnte die Verjährung der Verbrechen ausgesetzt werden, was zur Folge hätte, dass die Heimkinder eine juristische Grundlage für materielle Entschädigungen besäßen.“ Wilmans verwies in diesem Zusammenhang auf ein Urteil des BGH ( BGH – 5 StR 451/99 ), das die Vergabe von Dopingmitteln an uneingeweihte, minderjährige Sportler als Menschenrechtsverletzung wertete.
Dabei entschied das Gericht, dass die Verjährung dieser Straftat aufgrund „eines quasi gesetzlichen Verfolgungshindernisses“ geruht habe. „Das Ruhen der Verjährung der Unrechtstaten wurde in dem angeführten Fall damit begründet, dass sie systemimmanent durch das Regime der SED nicht verfolgt wurden“, sagte Wilmans. „Müssen wir diese Logik nicht auch auf den Fall der Heimkinder anwenden? Auch hier müsste doch die Verjährung der Unrechtstaten in den Heimen ruhen, da diese durch die erwiesene Kumpanei des Staates mit den kirchlichen Heimträgern ebenfalls aus systemimmanenten Gründen nicht verfolgt wurden! Sollte sich die schädliche Kumpanei von Staat und Kirche nun am Runden Tisch fortsetzen, wie es gegenwärtig der Fall zu sein scheint, so wirft dies kein gutes Licht auf die Verfasstheit unserer Gesellschaft!“
Noch drastischere Worte fand der Philosoph und Erziehungswissenschaftler Michael Schmidt-Salomon, der als Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung die Anliegen der ehemaligen Heimkinder unterstützt: „Es ist erwiesen, dass Heimkinder unter Androhung drastischer Strafen dazu gezwungen wurden, Arbeiten in der Industrie, im Dienstleistungsgewerbe oder in der Landwirtschaft zu verrichten. Dass die Mehrheit der Vertreter am Runden Tisch für diesen klaren Sachverhalt den Begriff ‚Zwangsarbeit‘ ablehnt, weil dieser Begriff angeblich für die „NS-Zwangsarbeiter“ reserviert sei, kann man nur als zynische Propagandalüge bezeichnen! Sollen wir denn wirklich glauben, dass Frau Vollmer und all die anderen hochrangigen Vertreter der Kirchen und des Staates die deutsche Verfassung nicht kennen?! In Artikel 12 Absatz 3 unseres Grundgesetzes heißt es wörtlich: ‚Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.‘ Wäre der Begriff ‚Zwangsarbeit‘ tatsächlich für die Verbrechen des NS-Regimes reserviert, müsste Artikel 12 Absatz 3 sofort aus dem deutschen Grundgesetz gestrichen werden! In Wahrheit bezeichnet der Begriff ‚Zwangsarbeit‘ einen eindeutig definierten, juristischen Sachverhalt, der keineswegs mit den NS-Verbrechen identisch ist. Es ist deshalb einigermaßen zynisch, wenn der Runde Tisch die nazistischen Gräueltaten heranzieht, um mit Hilfe dieses rhetorischen Kniffs den realen Sachverhalt der erzwungenen Kinderarbeit in den Heimen zu vernebeln! Man spürt die Absicht und ist verstimmt!“
Außerdem kritisierte Schmidt-Salomon, dass der Zwischenbericht die Ursachen für die Menschenrechtsverletzungen in den deutschen Heimen unzulässig ausblende: „Es ist erfreulich, dass der Zwischenbericht die zentralen Fakten anerkennt und von einem ‚System Heimerziehung‘ spricht – statt von einigen ‚bedauerlichen Einzelfällen‘. Unzulässig ist jedoch der im Zwischenbericht unternommene Versuch, das „System Heimerziehung“ über den Vergleich mit der damals praktizierten Familienerziehung tendenziell zu entschuldigen. Denn für die autoritäre Erziehung sowohl in den Heimen als auch in den Familien waren letztlich dieselben gesellschaftlichen Kräfte maßgeblich verantwortlich: nämlich die christlichen Kirchen, die die damals längst schon entwickelten Ansätze zu einer weniger autoritären, undogmatischeren Pädagogik als ‚unvereinbar mit dem christlichen Menschenbild‘ abwiesen! Es waren nun einmal christliche Überzeugungen, die uneheliche Kinder in den Augen der Gesellschaft zu ‚Bastarden‘ werden ließen! Und es waren ebenso christliche Vorstellungen, die Erzieher glauben ließen, dass wer sein Kind liebe, es auch züchtigen müsse! Die eigentliche Tragik der Heimkinder besteht insofern darin, dass sie die besonderen ‚Segnungen‘ dieser Pädagogik aus erster Hand erfahren mussten, während andere Kinder ihr nur vermittelt durch möglicherweise etwas weniger glaubensfeste Eltern ausgeliefert waren!“
„Von daher“, so Schmidt-Salomon in seiner abschließenden Bilanz, „hätten die Kirchen heute allen Anlass, sich bei einem Großteil der Kinder zu entschuldigen, die in den 40er, 50er und 60er Jahren aufgewachsen sind! Im Falle der Heimkinder, für die sie direkt verantwortlich waren, reicht eine solche, rein verbale Entschuldigung jedoch keineswegs aus! Die Kirchen können sich nicht aus der Affäre ziehen nach dem Motto: ‚Liebe Heimkinder, wir haben zwar gut an euch verdient und euch systematisch gequält, aber außer unserem tiefsten, aufrichtigen Bedauern dürft ihr keinen müden Cent von uns erwarten!‘ Wer einen so hohen moralischen Anspruch vor sich herträgt wie die christlichen Kirchen, der darf nicht kneifen, wenn es darum geht, diesen Ansprüchen in der Realität halbwegs gerecht zu werden! Die Kirchen haben, wie wir aus sicherer Quelle wissen, sehr wohl das finanzielle Vermögen, um die ehemaligen Heimkinder für das an ihnen verübte Unrecht angemessen zu entschädigen! Falls die Kirchen für die Folgen ihrer Verbrechen nicht freiwillig zahlen wollen, so müssten sie dazu gezwungen werden! Menschenrechtsverletzungen sind nun einmal keine Kavaliersdelikte!“
Um den bislang am Runden Tisch nur wenig beachteten Forderungen der Heimkinder Nachdruck zu verleihen, plant der VeH am 15. April 2010 eine groß angelegte Demo in Berlin. „So schnell lassen wir uns ganz gewiss nicht unterkriegen!“, sagte Monika Tschapek-Güntner. „Die Damen und Herren am Runden Tisch sollen wissen, dass wir ihre Vorschläge nicht kritiklos schlucken werden! Sie haben es zwar erfolgreich verhindert, dass wir mit juristischem Beistand am Runden Tisch mitwirken dürfen, doch das heißt nicht, dass wir als NGO nicht auch auf anderem Wege gesellschaftlichen Druck aufbauen können!“ «««
QUELLE: Ein PDF-Dokument erreichbar und auffindbar über die Vereinswebseite http://veh-ev.info/ ( Ich wurde seither auch darüber informiert per privater Email seitens Peter Henselder, TV-Journalist und Filmmacher, TOP TV – BERLIN, am 31.01.2010, um ca 12:30 Uhr MEZ ).
Diese Stellungnahme des „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“ ( vom 30.01.2010 ) ist seither auch auf der Webseite des Senders TOP TV – BERLIN zu finden @ http://www.top-medien-berlin.de/content/view/581/2/ , wo auch dort oben rechts auf dem Bildschirm eine Menü-Box mit laufendem Text weitere dazugehörige Themen anzeigt, bzw. selektierbar indexiert sind, und in Zukunft auch weiterhin indexiert werden, wenn immer etwas neues hinzukommt.
„VEHeV: Scharfe Kritik am Runden Tisch Heimerziehung !“ ist seither in vielen deutschen Diskussionsforen zu finden, u.a. auch im CHEFDUZEN.DE-FORUM, im FREIGEISTERHAUS.DE-FORUM, im für alle offenes und zugängliches „Vereinsforum“ VEHEV-FORUM.DE und im HEIMKINDER-FORUM.DE
TAGS / LABELS: Runder Tisch Heimerziehung, Zwischenbericht, Ehemalige Heimkinder, Verein ehemaliger Heimkinder, Monika Tschapek-Güntner, Tschapek-Güntner, Gerrit Wilmans, Michael Schmidt-Salomon, Zwangsarbeit, Veh
March 1, 2010 · 9:45 pm
Heimkinder wehren sich gegen ALLE VERBRECHEN begangen gegen sie !
Wenn Ihr in Berlin seit Mitte April, bitte beteiligt Euch an unserer Demo !
Von der »Freie Initiative Ehemaliger Heimkinder« wird seit Montag, 22. Februar 2010, um 20:59 Uhr ( MEZ ) betreffend der am Donnerstag, 15. April 2010 in Berlin stattfindenden „EHEMALIGE HEIMKINDER DEMONSTRATION“ öffentlich bekannt gegeben:
»»» Hallo zusammen,
der Flyer, das Flugblatt und das Logo für das T-Shirt sind fertig und können unter den folgenden links heruntergeladen und in anderen Foren veröffentlicht werden:
Flyer @ http://www.veh-mediencenter.de/download/Flyer-7i.pdf
Flugblatt @ http://www.veh-mediencenter.de/download/flugblatt%20demo.pdf
T-shirt Logo @ http://www.veh-mediencenter.de/download/Heimkind-Logo-2.pdf
Alle Dateien sind auch druckfähig. Danke an die »Freie Initiative Ehemaliger Heimkinder«. «««
[ Spenden für diese Zwecke werden auch gerne entgegengenommen ( aber nicht von mir ! ) – wer spenden möchte, wende sich bitte an die Organisatoren selbst !!! ]
Und vieles betreffend dieser Demo und anderen wichtigen Dingen, auch was die vielen, vielen Missbrauchsfälle seitens ‘Geistlicher Herren’ an ihren „Schutzbefohlenen“ in katholischen „Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen“ und „Schulen“ betrifft, kann auch jederzeit hier nachgelesen werden: ( a. ) http://www.heimkinderopfer.blogspot.com und ( b. ) http://www.heimkinderopfer2.blogspot.com
Kurze Zusammenfassung der Forderungen „Ehemaliger Heimkinder“:
Sofortige Anerkennung aller Menschenrechtsverletzungen begangen an und gegen Ehemalige Heimkinder und auch die der Behinderten Ehemaligen Heimkinder.
Sofortige Anerkennung der Zwangsarbeit die viele von ihnen haben verrichten müssen, als solche, für alle arbeitsrechtlichen Zwecke und Rentenansprüche.
Sofortiger Stopp der Aktenvernichtung ( betreffend ALLER zwischen 1945 und 1989 angelegten relevanten Akten ).
Sofortige Aktensicherung.
Sorfortige uneingeschränkte Akteneinsicht für alle Ehemaligen Heimkinder.
Sorfortige und vollständige Anerkennung und Unterordnung der Kirchen aller Gesetze des Deutschen Rechtsstaates.
Sofortige Einrichtung eines Wiedergutmachungsfonds unter freiwilliger Beteiligung aller Verantwortlichen und Mitverantwortlichen.
___________________________________
Meine [ d.h. Martin MITCHELLs ] eigene momentane Unterschrift: Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus, und ein Armutszeugnis für jede “Demokratie” und angeblichen “Rechtsstaat”, wo versucht wird dies einzuschränken.
My own current signature: Negotiation with the perpetrators, your detractors and opponents without QUALIFIED legal counsel present and by your side throughout and at all times, and without reliance upon the law and jurisprudence, is like a building without a foundation – a house of cards, and any attempt at curtailment of these rights is clear evidence of incompetence, incapability and incapacity of a country’s “constitutionality” and it’s “democracy”.
March 2, 2010 · 4:21 pm
Forever burden
The burden never left, no matter how I tried
to free myself, my conscience from nightmares on my mind
from pictures of atrocity, committed by a man
I knew as ” Uncle Adolf ” – I had to say his name
to please and tease ( in innocence )his loyal fan since years,
the man who was my Father,the one I loved through tears.
by Heike Freiwald
April 29, 2010 · 2:32 am
Antje Vollmer wäscht ihre Hände in Unschuld. Andere sind dafür verantwortlich, dass „Zwangsarbeit“ für Heimkinder nicht anerkannt wird, meint sie.
Zwanzig Representanten der Rechtsnachfolger der Täterschaften – in Bezug auf die damalige „Heimerziehung“ – und drei sogenannte „Betroffenenvertreter“ sind dafür verantwortlich, nicht sie, meint evangelische Theologin Antje Vollmer, GRÜNE.
Diese insgesamt 23 Personen hätten während der sechsten NICHTÖFFENTLICHEN, NICHTRECHTSVERBINDLICHEN SITZUNG des »Runder Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren« ( RTH ) ( am 15.01.2010 ) einstimmig beschlossen, dass der Begriff „Zwangsarbeit“ für die unentlohnte erzwungende Arbeit, die „ehemalige Heimkinder“ unter Anwendung von Gewalt während ihrer Internierung haben verrichten müssen weder angebracht noch zutreffend sei, meint evangelische Theologin Antje Vollmer, GRÜNE.
Gleichzeitig und gleichlaufend während dieser sechsten NICHTÖFFENTLICHEN, NICHTRECHTSVERBINDLICHEN SITZUNG ( am 15.01.2010 ) hätten dieselben 23 Personen einstimmig beschlossen, dass seinerzeit, d.h. im angesprochenen Zeitraum, keine „Menschenrechtsverletzungen“ stattgefunden haben, von denen „ehemalige Heimkinder“ betroffen waren, meint evangelische Theologin Antje Vollmer, GRÜNE.
All die – jeden namentlich genannt und ihre Positionen genau festgestellt ! – die evangelische Theologin Antje Vollmer, GRÜNE, dafür verantwortlich macht, ist nachzulesen im EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG Nr. 1 @ http://www.heimkinderopfer.blogspot.com , in dem Beitrag mit der Überschrift »Antje Vollmer wäscht ihre Hände in Unschuld. Andere sind dafür verantwortlich, dass „Zwangsarbeit“ für Heimkinder nicht anerkannt wird, meint sie.« , getätigt von dem Australier, „Ehemaliges Heimkind“ Martin Mitchell, in Australien, am 19. April 2010.
Und auch andere ehemalige Heimkinder haben seither DAZU geschrieben, zum Beispiel
…auch „Ehemaliges Heimkind“ “Sancta Nongrata” in ihrem WIDER-DIE-FOLTER BLOG unter der Überschrift »Auf der Suche nach euphemistischen Begriffen?« @ http://wider-die-folter.blogspot.com/2010/04/auf-der-suche-nach-euphemistischen.html ( vom 19.04.2010 ).
…auch „Ehemaliges Heimkind“ “Sancta Nongrata” in ihrem WIDER-DIE-FOLTER BLOG unter der Überschrift »Die kleinen Frone sind nicht ohne« @ http://wider-die-folter.blogspot.com/2010/04/die-kleinen-frone-sind-nicht-ohne.html ( vom 26.04.2010 ).
…auch „Ehemaliges Heimkind“ / „Ehemaliges Behindertes Heimkind“ Helmut Jacob in einem Schreiben an die evangelische Theologin Antje Vollmer, GRÜNE, und gleichzeitig als Pressemitteilung veröffentlicht unter der Überschrift »Frau Pastorin Dr. Vollmer: Wir müssen annehmen, dass sie sich auf die Seite der Täter geschlagen haben« @ http://www.readers-edition.de/2010/04/24/frau-pastorin-dr-vollmer-wir-muessen-annehmen-dass-sie-sich-auf-die-seite-der-taeter-geschlagen-haben/ ( am 24.04.2010 ).
Last but not least, muss aber jetzt auch noch unbedingt auf die umfangreiche erst Ende Februar 2010 / Anfang März 2010 fertiggestellte Kritik und Analyse von Prof. Dr. Manfred Kappeler zu dem in der „Pressekonferenz“ am 22. Januar 2010 von der evangelischen Theologin Antje Vollmer, GRÜNE, vorgestellten „Zwischenbericht des »Runder Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren«“ ( ZB ) hingewiesen werden »Zwischen den Zeilen gelesen – Kritik des „Zwischenberichts“ des Runden Tisches Heimerziehung«, eine 27seitige Kritik und detailierte Analyse, die jeder der sich mit diesem Thema befaßt auch unbedingt ebenso genau studieren sollte, zu finden @ http://www.gewalt-im-jhh.de/Kappeler_zu_ZB_RTH.pdf ( dort uns allen von Helmut Jacob zur Verfügung gestellt ).
July 21, 2010 · 10:42 am
Nachkriegsdeutsche „Heimkinder-Zwangsarbeit“ Firmen:
Seit dem 17. Juli 2010 gibt an vielerlei Stellen im Internet folgenden AUFRUF: »Mithelfen die „Heimkinder-Zwangsarbeit“ Firmenliste zu vervollständigen !« — unter anderem unter folgender Überschrift »EHEMALIGE HEIMKINDER – „Heimkinder-Zwangsarbeit“ – Wo sind all die Kinder, die in Westdeutschland zwischen 1945 und 1992 Zwangsarbeit leisten mussten?« auch hier im EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG Nr. 1 @ http://heimkinderopfer.blogspot.com/2010/07/ehemalige-heimkinder-heimkinder.html .