RWTH schmeißt Geld aus dem Fenster… mal wieder
{1}Alle Welt guckt immer nach Berlin, weil dort Steuergelder zum Fenster rausgeworfen werden. Stellen wir uns doch eine Situation wie folgende vor: Im Keller einer Bibliothek lagern aussortierte Briefumschläge in unterschiedlichen Größen. Aussortiert deshalb, weil irgendwann irgendjemand entschied, sie werden aussortiert.
Nun gibt es Hilfskräfte an der Hochschule, die 9 Euro die Stunde verdienen und zuletzt folgender Arbeit nachgingen: Eingegangene Umschläge mit leeren Etiketten überkleben, und etwaige Frankierungen ebenfalls übertünchen. Der Grund dahinter ist folgender: Man möchte Geld sparen. Die Personen, die hinterher Post in solchen Umschlägen kriegen, freuen sich über die sehr seriös anmutende Fingerfertigkeit von Hilfskräften. Das Problem an der Sache mit dem Geld-Sparen ist folgendes: 2 Stunden Hilfskraftzeit machen nach Adam Riese 18 Euro. Da Hilfskraft X, Y nicht gelernt hat, Akkord zu arbeiten, ist die Summe der so überklebten Briefumschläge recht unscheinbar ausgefallen. Selbe Hilfskraft schlug vor, neue Umschläge zu kaufen, oder die aussortierten aus dem Keller zu benutzen. Beide Lösungen wären kostengünstiger und würden bei den neuen Adressaten einen seriöseren Eindruck hinterlassen als die aktuelle. Jedenfalls geht das Prozedere so weiter…
Stellen wir uns außerdem vor, dass Hilfskräfte, 2 Stück an der Zahl, Dokumente in einer fremden Sprache, die sie nur bedingt beherrschen, kontrollieren und formatieren sollen. Sie sollen sie für eine Publikation vorbereiten. Die besagten Zwei arbeiten 2 Wochen daran und es kommt ungefähr ein Gegenwert von ca. 800 bis 1000 Euro zusammen. Hilfskraft A, die auch schon den Vorschlag mit den Umschlägen unterbreitet hatte, ist wieder betroffen. Sie schlug vor, doch von Extern jemanden für diesen Job zu engagieren, der zwar mehr Geld kostet, die gleiche Arbeit aber in viel kürzerer Zeit schafft und zudem mit der Sprache vertraut ist, was das fertige Dokument wirklich publikationsreif scheinen lässt. Im Endeffekt hätte X von Extern wahrscheinlich sogar weniger Kostenaufwand erzeugt als zwei Hilfskräfte, die mit der Arbeit bisweilen überfordert schienen. Nun, wie’s immer so ist, man spricht gegen Windmühlen…
Und solche Mühlen mahlen langsam, aber verpulvern Geld, das man an der Hochschule mit Sicherheit besser anlegen könnte.
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Tags Aachen, Geld, RWTH
Kategorie Glocal, Science · Autor Alexander Trust · 1 Kommentar

June 10, 2010 · 6:54 pm
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