Shortnews bringt Mitglieder um Punkte

Veröffentlicht am   7. Juli 2010 von  

Wir kennen das Gemecker vielleicht von Tante Google. Es gibt nicht wenige, die sagen, dass Google ihren Adsense-Partnern oft genug die Konten sperrte und “verdientes” Guthaben dann wegen Manipulationsverdacht gesperrt wurde. Man muss dazu nicht nach Amerika gucken, sondern kann in Deutschland fündig werden. Vor ein paar Tagen geschah es, dass man meiner Freundin und mir bei der Community Shortnews die verdienten Punkte abzog.

Ich selbst hatte das auf meinem Account noch nicht gemerkt, doch meine Freundin zeigte mir, dass man ihr die “Shorties” abgezogen hatte, die man sich in der Community für das Einstellen von News verdient und mit denen man sich, irgendwann, wenn man genügend gesammelt hat, auch Prämien eintauschen kann. Sie schrieb auf meinen Rat hin den zuständigen “Shorties”-Beauftragten S. Kannenberg an.

Hallo liebes Shortnews-Team,

als ich gerade meine Punkte/ Shorties-Seite aufgerufen habe, musste ich feststellen, dass ich angeblich 1020 Shorties eingelöst hätte. Dies ist aber nicht der Fall. Können sie nachvollziehen, wieso diese Shorties von meinem Konto abgebucht wurden?

Vielen Dank und viele Grüße
… (Username: …)

Antwort kam prompt am selben Tag von Kannenberg:

Diese Shorties wurden abgebucht da du dich scheinbar selbst bewertest.
Laut unserer AGB ist das nicht Rechtens und besonders den anderen Usern gegenüber nicht fair!

Zusammengefasst wurden dir dir am 30.06. 1020 Shorties für Bewertungsfake abgezogen…

Gruß S.

Daraufhin wandte ich mich an Kannenberg und bat um Stellungnahme. Denn der Fall ist in meinen Augen kein Bewertungsfake, sondern Web 2.0 und zudem “unglücklicherweise” unvermeidbar, da wir in einem Haushalt leben und uns eine Internetleitung teilen, und für Shortnews nicht extra 2 Internetanschlüsse bestellen werden. Ist es nicht im Web so, dass Freunde Freunden auf Facebook anzeigen – hey, ich mag deinen Eintrag, oder auf YouTube dein Video? Oder wer sind zumeist die ersten Retweeter von Meldungen? Doch wohl die eigenen Freunde? Aber nein, offenbar ist das für Herrn Kannenberg ein Fall, von Bewertungsfake zu sprechen, denn ich hatte die Meldungen meiner Freundin positiv bewertet. Anbei meine Mail, auf die ich bislang keine Antwort erhielt. Schade, dass Shortnews die Mitglieder so um Punkte betrügt.

Guten Tag Herr Kannenberg,

meiner Lebensgefährtin und mir hat man Shorties abgezogen. Meine Freundin (Nickname …) hatte sich bereits an Sie gewandt. Ich melde mich nun noch einmal. Mein eigener Nickname ist “…”. Sie behaupten gegenüber meiner Lebensgefährtin in der Email, dass sie sich selbst bewertet hat. Das ist so nicht der Fall. Da wir in einem Haushalt leben, müssen wir auch mit den technischen Rahmenbedingungen auskommen, will heißen, wir haben dieselbe IP-Adresse, wenn wir im Internet unterwegs sind. Extra für Shortnews würde sich daher wahrscheinlich kein Otto-Normalbürger einen zweiten Internetaccount zulegen. Wie wahrscheinlich viele dort draußen teilen wir uns die Internetverbindung über einen Router.

Es wäre sehr nett, wenn Sie zu diesem Problem Stellung beziehen könnten. Dass ich die Meldungen von meiner Freundin kommentiere und bewerte halte ich nicht für verwerflich. Es gibt dort draußen bestimmt genügend Shortnewsler, die als Freunde gleiches auch für ihre Freunde tun. Das ist ein ganz natürliches Element von Social Web, dass bei Bewertungen auch bei Facebook, Twitter und Co. zumeist die eigenen Freunde eine Sache gut finden, die man selbst gut findet. Entsprechend sehe ich keinen Verstoß, wie er meiner Freundin gegenüber formuliert wurde, dass sie ihre eigenen Meldungen bewerten würde.

Ich könnte Ihnen bei Bedarf auch den gemeinsamen Mietvertrag zusenden, bzw. Ausweiskopien, auf denen dieselbe Adresse zu sehen ist.

Lieben Gruß,

Alexander Trust

Und was machen wir nun? Am Ball bleiben, dass Shortnews uns unsere Punkte zurückgibt. Falls keine Antwort kommt, werde ich in ein paar Tagen Herrn Kannenberg nochmal anschreiben, vielleicht hat ja dieser Blogbeitrag dann schon genug Aufmerksamkeit erfahren.

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