30. September 2010

Keywords in Headlines mag ich nicht grundsätzlich leiden

Es hat sich einiges getan. Äußerlich nicht unbedingt, aber im Impressum. Einer der Co-Autoren ist ausgeschieden und ich möchte hier in Zukunft hoffentlich wieder regelmäßiger einen sinnvollen Sermon von mir geben.

Bloggen ist auch Meinung äußern. Also tu ich das doch gleich mal. Ich selbst bin schreibend sehr viel im Web unterwegs und möchte demnächst auch den iBooks-Store mit einer eigenen Publikation beglücken. Da überlegt man sich schon mal, wie die eigenen Inhalte im Netz gefunden werden. Was zentral für gute Auffindbarkeit ist, sind Keywords in Überschriften von Artikeln. Ich bin aber dennoch kein Freund von übertriebener Keyword-Dichte. Immerhin möchte ich mittels einer Überschrift eine Aussage tätigen und nicht einen Bandwurm auf ahnungslose Leute loslassen, nur damit auch die 127te Google-News-Seite mich mit dem Ergebnis listet. Ich bin halt kein SEO, sondern nur ich selbst.

Wahrscheinlich nicht erst seit gestern gibt es aber den Hang, auch von Onlinepublikationen und Magazinen, auch noch die allerletzte Möglichkeit zu suchen, gefunden zu werden. Ein gutes Beispiel sind Tech-Seiten, die eine neue App für iPhone, iPod Touch und iPad ankündigen, obgleich – wie wir alle wissen – eigentlich nur zwei von drei Plattformen in 98% der Fälle wirklich auch mit der App bedacht wurden.

Apple hat ganz großartig und großspurig angekündigt, vor nicht mal einem Jahr, in irgendeiner seiner Keynotes – also Steve Jobs hat sich auf einem dunklen Sofa niedergelassen, das iPad auf dem Schoß und der Welt gezeigt, dass ALLE 125.000 iPhone-Apps auch auf dem iPad laufen würden. Prinzipiell, theoretisch. Faktisch ist es so, dass manche technisch überhaupt nicht laufen – was aber nicht Apple allein anzulasten wäre. Darüber hinaus sieht aber kaum eine App mit Pixelverdoppelung gut aus, geschweige denn lässt sich ordentlich benutzen auf dem iPad. Und darüber hinaus gibt es ja aber iPad-Apps, die speziell für das Tablet gemacht sind. Und die beworbenen Apps mit den Überschriften, dass sie für iPhone, iPod Touch und iPad veröffentlicht worden sind – nun die kommen meist erst für iPhone und iPod Touch heraus, und erst Wochen oder manchmal Monate später für iPad. Seiten wie diese meine ich, die dann eine “Notiz” zwischen einer Reihe von Werbebanner einhüllen und am Ende unter ferner liefen bei Google News geführt werden, weil sie besser ein Keyword und ein Werbebanner weniger und lieber ein Artikelbild mehr verwendet hätten. Letztere listet Google News auch ganz gerne und darüber generiert man potenziell mehr Besucher als mit einem bloßen Textlink. Ich frag mich dann, was solche Seiten machen, wenn denn dann mal wirklich die iPad-Version herauskommt? Schreiben sie dann wieder davon, dass die App für iPhone, iPod Touch und iPad erschienen ist? Das wäre schlechterdings Volksverdummung, weil nämlich iPad-Apps gar nicht auf den anderen iOS-Devices laufen.

Aber hey, das ist nur meine persönliche Meinung. Soll jeder tun, wie er will. Ich mach’s auf jeden Fall anders, weil ich mir hinterher nicht vorwerfen möchte, die Leute an der Nase rumzuführen.

Hinzufügen zu del.icio.us, Mr. Wong, LinkARENA, SEOigg
Kategorie Media · Autor · Keine Kommentare


Schreibe einen Kommentar


Top