Veröffentlicht am 23. Mai 2012 von Jennifer E.

Der Hamburger Sportverein, dessen Herrenmannschaft sich in der vergangenen Saison in der Fußball Bundesliga nicht mit Ruhm bekleckerte, hat aus finanziellen Erwägungen heraus seine Frauenfußball-Bundesligamannschaft aufgelöst. Über Twitter hat Nationalspielerin Kim Kulig, die derzeit in der Reha weilt, ihren Unmut über die Abmeldung ihres Ex-Clubs aus der Frauenbundesliga kundgetan.
Unter anderem twitterte die 22-Jährige ein Foto, das sie mit dem Titel “Grüße aus der Reha..und Daumen runter für den HSV!!!” versah.
Aus finanziellen Gründen zieht der HSV sowohl die Bewerbung für die erste Bundesliga, als auch jene für die zweite Bundesliga in der Saison 2012/2013 zurück. ((Vgl. DFB.))
Kim Kulig stand bis 2011 beim HSV unter Vertrag, bevor sie nach Frankfurt wechselte. Im WM-Viertelfinale gegen Japan zog sich Kulig einen Kreuzbandriss zu, den sie immer noch auskuriert. Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft verlor das Spiel gegen den späteren Weltmeister und schied im Viertelfinale der WM im eigenen Land aus.
Die Nationalspielerin, die sich derzeit in Reha befindet, findet es gar “schwach” von ihrem Ex-Verein, die Frauenmannschaft aus der höchsten deutschen Spielklasse abzumelden. ((Vgl. Twitter.))
“Schwache Leistung HSV!!!! Einfach die Frauen abmelden…….. Das geht garnicht!!!!! Sehr schwach…ja sogar peinlich Ey…….”
Kim Kulig
HSV-Vorstand Carl Jarchow unterstreicht nach Bild-Angaben, dass man sich mit diesem Schritt nicht gegen den Frauenfußball aussprechen wolle, sondern die finanziellen Rahmenbedingungen diesen Schritt notwendig gemacht hätten. ((Vgl. Bild.))
“Der Vorstand bedauert sehr, die Bewerbung aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen für die Saison 2012/13 zurückgeben zu müssen. Dies ist keine Entscheidung gegen den Frauenfußball im HSV. Es wird weiter Frauenfußball bis hin zur Regionalliga geben, und die B-Mädchen sind bereits für die neue Bundesliga von uns gemeldet worden.”
Carl Jarchow
Weil der HSV sein Frauenteam aus der Liga zurückzieht, muss nur noch ein Team den Gang aus der ersten in die zweite Bundesliga antreten. Da sich der HSV auch nicht für Liga 2 beworben hat, werden auch die beiden Zehntplatzierten der Zweitliga-Staffeln Nord und Süd aufatmen können. Nur die beiden Mannschaften der Ränge elf und zwölf werden absteigen.
Bundesliga, Frauenfußball, Fußball, Hamburg, HSV, Kim Kulig
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