Veröffentlicht am 11. Juli 2012 von Jennifer E.

Megaupload-Gründer Kim Schmitz alias Kim Dotcom hat den US-Behörden via Twitter einen Deal angeboten. Er stimme einer Auslieferung aus Neuseeland in die USA zu, wenn er wieder über seine eingefrorenen Konten verfügen könne und die Auslagen für Anwälte und dergleichen von den USA getragen würden. Angeblich soll Dotcom Schulden in Millionenhöhe angehäuft haben, nachdem ihm die Behörden im Zuge der Ermittlungen gegen ihn seine Konten eingefroren haben. ((Vgl. New Zealand Herald, engl.))
Hey DOJ, we will go to the US. No need for extradition. We want bail, funds unfrozen for lawyers & living expenses. nzherald.co.nz/nz/news/articl…
— Kim Dotcom (@KimDotcom) 10. Juli 2012
Eine Anhörung zum Auslieferungsantrag der USA, die ursprünglich am 6. August stattfinden sollte, wurde auf März kommenden Jahres verschoben. Trotz seines Angebots geht der gebürtige Deutsche nicht davon aus, dass sich die Behörden darauf einlassen werden.
“They will never agree to this and that is because they can’t win this case and they know that already.”
Kim Schmitz
Schmitz ist der Meinung, dass die Behörden ihn mit dieser Taktik “in die Knie zwingen” und ihn so lange geldtechnisch auf dem Trockenen sitzen lassen wollen, bis seine Anwälte ihre Unterstützung zurückziehen.
“I have accumulated millions of dollars in legal bills and I haven’t been able to pay a single cent. They just want to hang me out to dry and wait until there is no support left.”
Kim Schmitz
Vor wenigen Wochen sind die Hausdurchsuchungen der Polizei bei Kim Schmitz für illegal befunden worden. Die Anwälte des 38-Jährigen haben bereits einen Antrag auf Klageabweisung gestellt, da ihrer Meinung nach die US-Behörden durch Fehlverhalten im Prozess eine faire Verteidigung unmöglich gemacht hätten. Kim Schmitz selber hat seine eigene Theorie zum “Quell allen Übels”. Für den in Neuseeland lebenden Deutschen ist der amerikanische Vize-Präsident Joe Biden für die Megaupload-Schließung und die Durchsuchung seines Anwesens verantwortlich (wir berichteten).
Kim Dotcom, Kim Schmitz, Megaupload, twitter, USA
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