Depressionen im Auge messen: Freiburger Universitätsklinikum mit neuen Ergebnissen

Veröffentlicht am   4. August 2012 von  

Universitätsklinikum Freiburg

Forscher des Universitätsklinikums Freiburg haben nun in einer Fachzeitschrift Ergebnisse einer neuen Studie publiziert. Darin geben sie an, dass es möglich ist am Auge eines Patienten zu erkennen, ob dieser an Depressionen leidet oder nicht.

Im “British Journal of Psychiatry” haben nun die Forscher um Prof. Dr. Ludger Tebartz van Elst und Dr. Emanuel Bubl des Universitätsklinikums Freiburg Ergebnisse einer neuen Studie veröffentlicht. Darin heißt es, dass das Auge eines depressiven Patienten deutliche Unterschiede im Kontrastsehen aufweist als jenes eines gesunden Patienten.

Mithilfe eines so genannten Elektroretinogramms (ERG) konnten die Wissenschaftler feststellen, dass das Auge eines psychisch gesunden, respektive nicht-depressiven Patienten wesentlich besser befähigt ist Kontraste im Bereich von Schwarz und Weiß zu unterscheiden. In der Studie wurde ebenfalls festgestellt, dass wenn der Patient, der an Depressionen leidet, gesundet, Seine Fähigkeit Kontraste im Bereich Schwarz und Weiß zu unterscheiden wieder zunimmt.

Frühere Studien untermauern Ergebnisse

Die Forscher hatten bereits früher in Studien feststellen können, dass Patienten, die an Depressionen leiden, Schwierigkeiten haben Unterschiede im Kontrast von Schwarz und Weiß zu unterscheiden. In einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2010 konnten die Wissenschaftler notieren, dass es möglich war mithilfe dieser Methodik schon bei einmaliger Anwendung kranke, beziehungsweise depressive Personen von gesunden Kontrollpersonen zu unterscheiden.

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